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Ein erster Eindruck von unserer Studienfahrt am 27./28. Juli 2018 ins Sennelager (Stalag 326) und zur Wewelsburg.

Ein ausführlicher Bericht folgt in den kommenden Wochen. Unten zur Erinnerung noch einmal die Vorstellung der Studienfahrt durch Reinhard Bieneck.

 

 

Übersicht über die Orte, die erkundet werden sollen

Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des Kriegsgefangenenlagers, das in der Zeit von 1941 bis 1945 bestand.

In dem Lager waren vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene anderer Nationalität inhaftiert. Das Gelände wird heute als Polizeiausbildungsstätte genutzt.

Eine Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes informiert über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers. Ortsnah wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Nach der Befreiung entschied sich eine Gruppe von sowjetischen Kriegsgefangenen das nahegelegene Gräberfeld in einen Ehrenfriedhof umzugestalten. Er wurde am 2. Mai 1945 eingeweiht.

Auf dem heutigen Gelände der Justizvollzugsanstalt Hövelhof befand sich von Juli 1945 bis Ende 1948 das Internierungslager Staumühle. Es war das größte Internierungslager in der Britischen Besatzungszone für mutmaßliche Kriegsverbrecher.

Für das Internierungslager wurden das Gelände und die Einrichtungen eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers genutzt.

In dem Lager waren bis zu 10.289 Männer und Frauen inhaftiert. Im Frühjahr 1946 wurde innerhalb des Lagers ein Sonderlager für mutmaßliche Kriegsverbrecher umzäunt.

Die Wewelsburg ist Deutschlands einzige Dreiecksburg in heute noch geschlossener Bauweise. Sie liegt im gleichnamigen Ort im Kreis Paderborn. Die Schutzstaffel (SS) wollte sie zum zentralen Ausbildungszentrum ihrer Organisation machen. Burg und Ort sollten entsprechend verändert werden. Dies sollte durch Häftlinge eines extra für die Bauvorhaben eingerichteten Konzentrationslagers in Wewelsburg geschehen. Es wurde ab 1941 ein eigenständiges Hauptlager, das KZ Niederhagen / Wewelsburg.

Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 informiert über die lokalen Tätigkeiten der Schutzstaffel (SS) in Wewelsburg sowie über die Geschichte der Schutzstaffel. Es wird auch der Opfer gedacht.

(Reinhard Bieneck)

 

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Arbeitseinsatz auf dem Siemensgelände

 

Am 9. und 10. April 2018 trafen sich achtzehn Auszubildende der Siemens-Werkberufsschule, drei ihrer Lehrer, der Botaniker Christian Rau sowie Peter Plieninger vom IFK zu einem Arbeitseinsatz auf dem Gelände der früheren Siemens Fertigungsstelle Ravensbrück. Mit tatkräftiger Unterstützung der Technik aus der Gedenkstätte wurden Teile der Fundamente der Produktionshallen freigelegt und von der Spontanvegetation befreit.

Auf dem Weg vom damaligen Hauptlager des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück zur Fertigungsstelle und auf dem Gelände selbst wurden ca. 18 Texttafeln mit Hinweisen und Informationen zur Zwangsarbeit bei Siemens aufgestellt. Sie beschreiben den Ort in der Regel mit Zitaten aus überlieferten Zeitzeugenberichten der Zwangsarbeiterinnen, die sie unserem im letzten Jahr veröffentlichten Buch entnommen haben.[1]

Weitere Einsätze zur Freihaltung des Geländes und zur Ergänzung der Informationstafeln sind
geplant.

Peter Plieninger

[1] Internationaler Freundeskreis e.V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Hrsg): Zwangsarbeit für Siemens im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Kommentierte Berichte der Zeitzeuginnen, ausgewählt und eingeleitet von Janna Lölke [Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd. 19], Berlin 2017.

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Artefakte aus Ravensbrück

Vergleich einer erworbene Arbeitslampe der Firma Siemens-Schuckert-Werke aus den 1930iger Jahren mit einem Fundstück aus Ravensbrück

Erworbene Art-Deco-Gelenklampe der Siemens-Schuckert-Werke

Fundstück Ravensbrück

Erworbene und gefunden Lampe

Logo der Siemens-Schuckert-Werke auf dem Lampenschirm innen

Fuß und Gelenk der erworbenen Lampe

Gelenkteil vom Fundstück

Unteres Gelenkteil der erworbenen Lampe mit Prägung „Siemens“

Fuß der erworbenen Lampe mit Logo der Siemens-Schuckert-Werke