Aktuelles

Liebe Mitglieder und Freunde,

am 27. und 28. Juli wird unsere nächste Studienfahrt des IFK losgehen. Wir hatten schon mit der Einladung zur Mitgliederversammlung unsere Ziele: Sennelager (Stalag 326) und die Wewelsburg, beschrieben. Da das schon eine Weile her ist, habe ich die Beschreibung von Reinhard Bieneck, der vor Ort die Reise organisiert, noch einmal angehängt.

Wir werden am Freitag, dem 27. Juli, um 7:49 Uhr mit der Bahn von Berlin Hauptbahnhof nach Bielefeld fahren und dort mit einem Kleinbus und privaten PKWs unsere Ziele ansteuern. Die Rückfahrt von Bielefeld ist am 28. Juli mit Ankunft um 22:20 Uhr in Berlin Hbf geplant.

Wir werden einmal übernachten. Renate und Reinhard Bieneck bieten mit ihren Freunden bis zu acht private Schlafplätze kostenlos an. Im Holter Schlosshotel sind zusätzliche Doppelzimmer vorgemerkt. Sie kosten 95 € und ca. 70 € als Einzelzimmer incl. Frühstück.

Aufgrund der Transportkapazitäten mit Kleinbus und privaten PKW können maximal 18 Personen mitkommen. Die Bahnfahrt kostet mit Reservierungen 45 € für die Hin- und Rückfahrt  und etwa 25 € sind für den Kleinbus pro Person veranschlagt.

Wir bitten Sie/Euch um die baldige Anmeldung zur Studienfahrt. Verwendet dafür bitte das Kontaktformular auf dieser Website und macht die folgenden Angaben:

Name/n

Fahrt von Berlin

Hotelunterkunft mit EZ oder DZ

Privatunterkunft

 

Ich freue mich auf rege Beteiligung!

Mit herzlichen Grüßen

Peter Plieninger

 

Zur Studienreise 2018

 

Übersicht über die Orte, die erkundet werden sollen

Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des Kriegsgefangenenlagers, das in der Zeit von 1941 bis 1945 bestand.

In dem Lager waren vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene anderer Nationalität inhaftiert. Das Gelände wird heute als Polizeiausbildungsstätte genutzt.

Eine Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes informiert über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers. Ortsnah wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Nach der Befreiung entschied sich eine Gruppe von sowjetischen Kriegsgefangenen das nahegelegene Gräberfeld in einen Ehrenfriedhof umzugestalten. Er wurde am 2. Mai 1945 eingeweiht.

Auf dem heutigen Gelände der Justizvollzugsanstalt Hövelhof befand sich von Juli 1945 bis Ende 1948 das Internierungslager Staumühle. Es war das größte Internierungslager in der Britischen Besatzungszone für mutmaßliche Kriegsverbrecher.

Für das Internierungslager wurden das Gelände und die Einrichtungen eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers genutzt.

In dem Lager waren bis zu 10.289 Männer und Frauen inhaftiert. Im Frühjahr 1946 wurde innerhalb des Lagers ein Sonderlager für mutmaßliche Kriegsverbrecher umzäunt.

Die Wewelsburg ist Deutschlands einzige Dreiecksburg in heute noch geschlossener Bauweise. Sie liegt im gleichnamigen Ort im Kreis Paderborn. Die Schutzstaffel (SS) wollte sie zum zentralen Ausbildungszentrum ihrer Organisation machen. Burg und Ort sollten entsprechend verändert werden. Dies sollte durch Häftlinge eines extra für die Bauvorhaben eingerichteten Konzentrationslagers in Wewelsburg geschehen. Es wurde ab 1941 ein eigenständiges Hauptlager, das KZ Niederhagen / Wewelsburg.

Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 informiert über die lokalen Tätigkeiten der Schutzstaffel (SS) in Wewelsburg sowie über die Geschichte der Schutzstaffel. Es wird auch der Opfer gedacht.

(Reinhard Bieneck)

 

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Arbeitseinsatz auf dem Siemensgelände

 

Am 9. und 10. April 2018 trafen sich achtzehn Auszubildende der Siemens-Werkberufsschule, drei ihrer Lehrer, der Botaniker Christian Rau sowie Peter Plieninger vom IFK zu einem Arbeitseinsatz auf dem Gelände der früheren Siemens Fertigungsstelle Ravensbrück. Mit tatkräftiger Unterstützung der Technik aus der Gedenkstätte wurden Teile der Fundamente der Produktionshallen freigelegt und von der Spontanvegetation befreit.

Auf dem Weg vom damaligen Hauptlager des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück zur Fertigungsstelle und auf dem Gelände selbst wurden ca. 18 Texttafeln mit Hinweisen und Informationen zur Zwangsarbeit bei Siemens aufgestellt. Sie beschreiben den Ort in der Regel mit Zitaten aus überlieferten Zeitzeugenberichten der Zwangsarbeiterinnen, die sie unserem im letzten Jahr veröffentlichten Buch entnommen haben.[1]

Weitere Einsätze zur Freihaltung des Geländes und zur Ergänzung der Informationstafeln sind
geplant.

Peter Plieninger

[1] Internationaler Freundeskreis e.V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Hrsg): Zwangsarbeit für Siemens im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Kommentierte Berichte der Zeitzeuginnen, ausgewählt und eingeleitet von Janna Lölke [Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd. 19], Berlin 2017.

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Artefakte aus Ravensbrück

Vergleich einer erworbene Arbeitslampe der Firma Siemens-Schuckert-Werke aus den 1930iger Jahren mit einem Fundstück aus Ravensbrück

Erworbene Art-Deco-Gelenklampe der Siemens-Schuckert-Werke

Fundstück Ravensbrück

Erworbene und gefunden Lampe

Logo der Siemens-Schuckert-Werke auf dem Lampenschirm innen

Fuß und Gelenk der erworbenen Lampe

Gelenkteil vom Fundstück

Unteres Gelenkteil der erworbenen Lampe mit Prägung „Siemens“

Fuß der erworbenen Lampe mit Logo der Siemens-Schuckert-Werke