Vorstand

Alle zwei Jahre werden auf der Mitgliederversammlung des IFK Vorstandswahlen durchgeführt. Die letzten Wahlen fanden im März 2017 statt.

 

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Der Vereinsvorsitzende Dr. Peter Plieninger, 1947 in Heidelberg geboren, absolvierte in Freiburg und Berlin ein Studium der Chemie. Er beschäftigte sich schon früh im Rahmen von Lehraufträgen mit der Rolle der chemischen Industrie im Nationalsozialismus. Nach der Tschernobyl-Katastrophe engagierte er sich beim Aufbau des Vereins »Aktiv gegen Strahlung e. V.«. Er war langjährig im Bereich Umweltanalytik und Schadstoffberatung beruflich tätig. Seit 2007 ist er im Vorstand von Kontakte-Kontakty e.V. Der Verein kümmert sich unter anderem um ehemalige sowjetische Zwangsarbeiter, die als Kriegsgefangene nach Deutschland verschleppt wurden. Diese gehören auch heute noch zu den Opfern des Nationalsozialismus, die bisher keine staatliche Entschädigung bekommen.

Johanna Kootz (Schriftführerin) wurde 1942 geboren. Sie ist Diplom-Bibliothekarin und Diplom-Soziologin. Sie war Assistentin am Institut für Soziologie der FU Berlin bis 1977, seit 1974 Mitglied der Initiative für das erste Frauenhaus in Deutschland und 1977-1980 Mitarbeiterin der wissenschaftlichen Begleitung des 1. Frauenhauses Berlin. Von 1981 bis 2005 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der FU Berlin (ZE).Frau Kootz begann ihre Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte 1995 anlässlich des deutsch-israelischen Projekts »Victims and Survivors. Jewish Women Prisoners in Ravensbrück Concentration Camp During and After World War II«, (Univ. Tel Aviv/ FU Berlin). In den folgenden Jahren bot sie am Otto-Suhr-Institut der FU Lehrveranstaltungen und Projektkurse zu Geschlechterbeziehungen im NS und zum Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück an, zu denen auch ehemalige Häftlinge eingeladen wurden. Seit 1997 gehört sie zu der Gruppe, die halbjährlich Arbeitstreffen zur »Forschung zum Frauen – Konzentrationslager Ravensbrück« durchführt. Frau Kootz beteiligt sich seit 2005 an der Planung und Konzeption der Europäischen Sommeruniversität Ravensbrück. Seit mehreren Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte der italienischen Häftlinge in Ravensbrück und begleitet italienische BesucherInnen und Schülergruppen während ihres Aufenthalts in der Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der deutschen Ausgabe des Buches »L’esile filo della memoria« von Lidia Beccaria Rolfi, das unter dem Titel »Zurückkehren als Fremde. Von Ravensbrück nach Italien: 1945-1948« im Metropol Verlag Berlin 2007 erschienen ist. Dieses Vorhaben konnte Frau Kootz mit Geld aus dem »Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin« finanzieren, der ihr 2005 verliehen wurde.

Bild Gisa Spielerkomp.Dr. Gisa Spieler (Schatzmeisterin) wurde 1952 in Potsdam geboren und studierte an der philosophischen Fakultät der Leningrader Universität (heute Sankt Petersburg). Während eines sechsjährigen Aufenthalts in Frankreich arbeitete sie an ihrer Dissertation zur Kommunalpolitik in Frankreich. Nach der Vereinigung erlangte sie die Zusatzqualifikation zur Betriebswirtin. Sie arbeitete u.a. als Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit im Verein Amcha Deutschland e.V. zur Unterstützung von Holocaustüberlebenden in Israel. Von 1996 bis 2016 war Frau Spieler Geschäftsführerin der Dr. Hildegard Hansche Stiftung, die mit dem Stiftungsvermögen einer Ravensbrück-Überlebenden Projekte fördert, in denen sich Jugendliche mit dem Nationalsozialismus – insbesondere mit dem ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück – auseinandersetzen und mit Überlebende zusammen treffen. In dieser Funktion war sie verantwortlich für die laufende Verwaltung der Stiftung, die Vorbereitung und Umsetzung der Entscheidungen des Vorstandes über die Vergabe von Fördermitteln und die Vorbereitung und Durchführung eigener Projekte und Veranstaltungen der Stiftung. So war sie 12 Jahre verantwortlich für die Einladung und Betreuung der Überlebenden beim jährlich von der Dr. Hildegard Hansche Stiftung gemeinsam mit den Pädagogischen Diensten der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück veranstalteten Ravensbrücker Generationenforum. Seit 2017 ist sie Rentnerin.

Dr. DBild Dagmaragmar Reese (Beisitzerin), 1952 geboren, wissenschaftliche Autorin, Kleinmachnow. Studium der Soziologie, Politik- und Religionswissenschaften in Freiburg i. Br. und an der FU Berlin. Promotion mit einer Arbeit zum Bund Deutscher Mädel. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der FU Berlin zwischen 1984 und 1989 sowie 1990/91. Zwischen 1997 und 2002 DAAD-Professorin an der University of Washington/ Seattle/ USA. Von 2004 bis 2007 wissenschaftliche Bearbeiterin des DFG Projektes: „Georg Simmels Geschlechtertheorien im ‚Fin de Siècle’ Berlin“ am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam.

Dr. InDr. Insa Eschebachsa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedankstätte Ravensbrück.